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Das war Data Debate #13:

mit:

Ali Can, Gründer des #MeTwo und der „Hotline für Besorgte Bürger“, Autor, Sozialaktivist
Sawsan Chebli,
Bevollmächtigte des Landes Berlin beim Bund, Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales
Johannes Filter, Open Data Aktivist und Softwareentwickler, Open Knowledge Foundation, Code for Germany, FragDenStaat
Renate Künast, MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Autorin „Hass ist keine Meinung: Was die Wut in unserem Land anrichtet“
Dr. Tobias Schmid,
Direktor der Landesanstalt für Medien NRW

Moderation: Mathias Müller von Blumencron, Herausgeber Der Tagesspiegel

Digitale Zivilgesellschaft – Vom Klicktivismus zum Aktivismus?

Das Potenzial des Internets im politischen Entscheidungsprozess wurde lange ungehindert auch von radikalen Netzaktivisten genutzt. Jetzt formiert sich die Zivilgesellschaft in zahlreichen digitalen Bürgerbewegungen gegen das postfaktische Klima des Internets. Die Akteure der Bewegungen gehen aktiv gegen Hass, Diskriminierung und Populismus im Netz vor und widerlegen Falschaussagen und Hassreden mit faktischen Beiträgen. Zudem nutzen sie soziale Netzwerke für neue Formate der politischen Beteiligung, zeigen partizipative Aspekte der Demokratie auf, senken Hürden für gesellschaftliches Engagement und erhöhen die Reichweite von Aktivitäten.

Wie kann eine demokratische Gesellschaft auf die Entwicklungen des postfaktischen Klimas im digitalen Raum reagieren? Wie geht man gegen Trolle, radikale Netzaktivisten und Fake-News vor? Wo gibt es Regulierungsbedarf und welche Besserungen verspricht man sich durch das kontrovers diskutierte sogenannte „Hate-Speech-Gesetz“? Wie nachhaltig sind die digitalen Bürgerbewegungen und wie kann ein beständiger Austausch zwischen der digitalen Zivilgesellschaft und der Politik sichergestellt werden, der über reinen Klicktivismus hinausgeht? Brauchen wir eine rechtlich bindende Netiquette? Wie könnte eine Medienaufsicht für die digitale Welt aussehen?